--Energieeffizienzklassen bei Computern
Energieeffizienzklassen bei Computern2020-03-12T14:41:00+01:00

Was sind eigentlich Energieeffizienzklassen und wie helfen sie beim Energie sparen?

Energieeffizienzklassen und wie du mit Ihrer Hilfe Stromfresser identifizierst

Person spielt mit seiner Hand auf einer beleuchteten Gaming Tastatur

Die Geschichte der Energieeffizienzklassen

Energieeffizienzklassen sind Teil der EU-Energieverbrauchs-Kennzeichnung die erstmalig im Jahr 1998 eingeführt wurde. Ziel war es, die Energieeffizienz der Geräte zu steigern. Die Idee dahinter war, dass die Kunden die sparsamsten Produkte kaufen würden, um Geld zu sparen. Dadurch würden sich die Hersteller schnell stärker darauf fokussieren, effiziente Produkte herzustellen.

Diese bilden die Bewertungsskala für die Energieverbrauchs-Kennzeichnung. Der Energiebedarf soll damit visualisiert werden. Das System orientierte sich am amerikanischen Schulnotensystem. Dort stellte A die beste Note da und G die schlechteste. Erste Erfolge zeichneten sich ab.

Das Problem war jedoch, dass zu viele Geräte die Zertifizierung A erhielten und die Vergleichswerte trotzdem sehr unterschiedlich waren. Allgemein steht A++ für ein sehr energiesparsames Produkt und G für einen Stromfresser. Der Grund dafür war, dass als Referenzwerte immer noch Daten aus dem Jahr 1998 verwendet wurden.

Daraufhin wurde 2004 die Differenzierung in die Klassen A++ bis A vorgenommen. Von 2005-2009 sank der Energieverbrauch von Elektrogroßgeräten um 9% (GFK Studie). Ab 2011 wurden zusätzlich zu den EU-Rahmenrichtlinien noch gerätespezifische Verordnungen beschlossen. Zusatzinformationen wie Lautstärke oder Wasserverbrauch wurden nun berücksichtigt.             

Energieeffizienzklassen bei einem Computer

Computer werden anders als andere elektrische Geräte anhand der Ökodesign-Richtline in Energieeffizienzklassen nach deren jährlichen Gesamtenergieverbrauch unterteilt. (Quelle: Umweltbundesamt.de) Dort wird noch einmal in Desktop-Computer und Notebook-Computer unterschieden:

Desktop-Computer und integrierte Desktop-Computer:

  • Computer der Kategorie A: ≤ 94 kWh/Jahr
  • Computer der Kategorie B: ≤ 112 kWh/Jahr
  • Computer der Kategorie C: ≤ 134 kWh/Jahr
  • Computer der Kategorie D: ≤ 150 kWh/Jahr

Notebook-Computer:

  • Computer der Kategorie A: ≤ 27 kWh/Jahr
  • Computer der Kategorie B: ≤ 36 kWh/Jahr
  • Computer der Kategorie C: ≤ 60,5 kWh/Jahr

Berechnet wird diese Leistung mithilfe der folgenden Formel (8 760/1 000) × (0,55 × Leistung Aus-Zustand + 0,05 × Leistung Ruhe-Zustand + 0,40 × Leistung im Leerlaufzustand

Die Spitzenleistung findet in dieser Definition keine Beachtung, dadurch sind Gaming PCs gleich zu setzen mit klassischen Büro PCs. Gaming PCs können unter Vollast gut und gerne 350 Watt verbrauchen, das entspricht bei einer täglichen Nutzung von 4 Stunden 511 kWh im Jahr und sprengen damit jegliche Skala.

Trotzdem solltet ihr beim Kauf eines Computers auf die Energieeffizienzklasse achten, um Energie zu sparen und damit Geld, dass ihr zB. für Equipment des PCs ausgeben könnt. Ergänzend zum PC solltet ihr auch auf einen sparsamen Monitor achten.

Energieeffizienzklassen bei einem Monitoren

Während es sich beim PC in der Regel nicht lohnt, alte Technik gegen neue aufgrund des Stromverbrauchs zu ersetzen, ist bei den Bildschirmen das Gegenteil der Fall.  

Ein alter Röhrenbildschirm mit 20 Zoll Diagonale verbraucht 100 Watt. Ein neuer TFT-Monitor verbraucht nur ein Viertel dessen, also 25 Watt. Bei Vier Stunden täglicher Nutzungsdauer, kostet der alte Röhrenmonitor 36 Euro pro Jahr, während der TFT-Bildschirm nur Strom für 9 Euro verbraucht. Ähnlich verhält es sich mit der Größe, denn je größer der Bildschirm ist, desto höher ist auch sein Stromverbrauch. Auch bei der Helligkeitseinstellung könnt ihr schon bares Geld sparen und euren Bildschirm dimmen.

Reform der Energieeffizienzklassen im Jahr 2019

Aufgrund einer Reform im Jahr 2019 werden die Energieeffizienzklassen, sowie das System verändert. Ab sofort gibt es die Klassen A bis G. Wenn 50% einer Produktkategorie in die Energieeffizienzklasse A oder B fallen wird der Referenzwert neu berechnet. Durch die erhaltenden Infos und das von uns erstellte Stromfresser Lexikon seid ihr gut gerüstet, um Energie zu sparen. 

Das Stromfresser Lexikon

GerätkWh/JahrKosten im Jahr 
Kühlschrank 33092,24*
Fernsehgerät 19053,11€*
Backofen  165 46,20€*
Mikrowelle 7721,52€*
Office Computer   20457,02€*
kleiner Gefrierschrank 101 28,23€* 
Waschmaschine  20055,90€*
Geschirrspüler 24568,48€*
Gaming PC510142,55€*

 

 

*innogy direkt 10117 Berlin, 27,95 Cent pro kWh Stand:20.02.2020