--Top 3 Profi-Tipps für angehende League of Legends Coaches

Top 3 Profi-Tipps für angehende League of Legends Coaches

Du bist also ein LOL Coach und kannst auf Jahrelange Erfahrungen einer Trainertradition zurückgreifen, unzählige Fachbücher zu rate ziehen und zur Not einfach in die Unterlagen deiner Trainer Ausbildung schauen? … Eben kannst du nicht. Anders als bei “alten” Sportarten wie etwa Fußball gibt es all diese Unterlagen (noch) nicht.

Um dir zumindest eine Starthilfe zu geben hat unser zertifizierter League of Legends Coach Burak “BurritoOfDoom” Özdilek seine ganz persönlichen Top 3 Profitipps für dich zusammengefasst:

Mein Name ist Burak Özdilek und ich bin seit 4 Jahren Coach im LOL Bereich, nach Mannschaften wie AeQ und MysteriousMonkeys (heutzutage unter dem Namen Ad Hoc Gaming bekannt) arbeite ich heute als Headcoach bei OP innogy eSport.

Um aber direkt Butter bei die Fische zu geben kommen wir direkt zum ersten Tipp:

Fehler zu machen ist okay! In einer Coaching Position, vor allem als Headcoach, kann man sich leicht verpflichtet fühlen alles zu können, jedwede Frage zu beantworten oder jedes Matchup in und auswendig zu kennen. Dass eine gewisse Basis da sein sollte und vor allem grundlegendes Wissen wie beispielsweise META-Verständnis nicht in den Hintergrund rücken sollte ist klar, jedoch ist es auch in Ordnung einfach mal die Spieler zu fragen wenn man sich zum Beispiel unsicher über ein Matchup ist. Sollte man Drafting oder Strategie übernehmen und der Draft geht nicht auf oder die Strategie war tendenziell eher schädlich, ist es das wichtigste seinen Fehler einzugestehen und nicht auf Floskeln zurückzugreifen 

wie “Hättet ihr das richtig gespielt wäre alles gut gelaufen.” Bildet euch 24/7 weiter, League of Legends ist ein lebendiges Spiel in dem alle zwei Wochen Patches rauskommen. Guckt euch Guides oder Videos an, geht in die eigene Analyse oder tauscht euch mit anderen Leuten aus.

Punkt 2: Empathie und empathisches zuhören

Viele Probleme im Team können früh rausgefiltert werden wenn man aktiv zuhört. Das klingt zunächst sehr einfach und banal, jedoch ist es auch wichtig die richtigen Fragen zu stellen. Als Coach, egal ob in League of Legends, Fußball, HotS, DotA oder CS:GO, ist es nicht nur deine Aufgabe die Spieler als Spieler weiterzubilden, sondern auch bei internen Problemen im Team zu helfen. Arbeite viel mit den W Fragen, so banal das auch klingt. “Wie gehts dir?”, “Was denkst du über den letzten Scrim?”, “Warum wurdest du tilted?” sind Fragen die, ohne aktivem empatischen zuhören, nur an der Oberfläche kratzen. Es liegt dann an dir wichtige Informationen zu filtern und weiter nachzuhaken oder einen anderen Weg zu gehen.

Last but not least – Punkt 3: Transparenz!

Erklärt euren Spielern was ihr von ihnen erwartet und warum. In und außerhalb des Spiels und geht mit gutem Beispiel voran.

Beispiele:
Ihr erwartet von euren Spielern pünktlich zu den Scrims zu sein? Seid 5 Minuten früher da.
Ihr erwartet von euren Spielern dass sie einen neuen Champion lernen sollen? Erklärt ihnen warum und besprecht euch mit ihnen.

In der Amateur oder der Semi-Professionellen Szene kann man nicht erwarten dass jeder Spieler alles spielen kann, vorallem weil kaum jemand Vollzeit spielt. Ihr erwartet dass eure Spieler organisatorische Dokumente ausfüllen? Macht es als erster. Egal was ihr erwartet, stellt klar warum ihr diese Erwartungshaltung habt und besprecht euch im Notfall nochmal mit ihm um seine Meinung einzuholen.

Ihr wollt mehr zu Burak “BurritoOfDoom” Özdilek und seinen Trainingsmethoden erfahren? Dann folgt ihm auf seinem eigenen Twitter Kanälen oder seinem Twitch Stream:

Burak “BurritoOfDoom” Özdilek – twitter.com/Burrito_Of_Doom

Burak “BurritoOfDoom” Özdilek – twitch.tv/BurritoOfDoom

Weitere Informationen:

Solltet ihr Interesse haben, euch ebenfalls für eure Trainertätigkeiten zertifizieren zu lassen findet ihr bei der ESBD-Akademie alle nötigen Informationen. Link zur ESBD-Akademie

2019-07-03T12:54:18+02:00